Was verbirgt sich hinter der Verhinderungspflege:

Der Begriff „Verhinderungspflege“ bezeichnet eine Leistung der Pflegeversicherung.

Die Verhinderungspflege ist durch § 39 Sozialgesetzbuch XI geregelt. Darin heißt es, dass eine Person, die
sich seit mindestens sechs Monaten in der häuslichen Pflege befindet,
durch einen Angehörigen gepflegt wird und
dafür Pflegegeld aus der Pflegeversicherung erhält,
Anspruch auf einen Pflegeersatz hat, wenn es zur Verhinderung der Pflegeperson kommt.

Dies kann aufgrund von Krankheit, aber auch zum Zweck der Erholung (beispielsweise Urlaub, Freizeitgestaltung) geschehen.

Versicherte ab dem Pflegegrad 2 können Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.
28 Tage im Kalenderjahr besteht der Anspruch auf eine Ersatzpflegeperson . Die Pflegekasse zahlt für die 28 Tage 1.612 € für die pflegebedingten Aufwendungen.
Für Unterkunft/ Verpflegung muss der Pflegebedürftige selbst aufkommen.
Seit 2015 besteht die Möglichkeit, die Verhinderungspflege (statt 28 Tagen) bis zu 42 Tagen (6 Wochen) in Anspruch zu nehmen. Aber nur dann, wenn die Leistungen der Kurzzeitpflege noch nicht genutzt wurden. Hier zahlt die Pflegekasse dann zusätzlich den hälftigen Anteil von der Kurzzeitpflege in Höhe von 806 € für die pflegebedingten Aufwendungen.

Seit Inkrafttreten des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes wird während der Verhinderungspflege bis zu vier Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt.